Sarmingsteiner Rundturm gefestigt

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Mit einer technischen Meisterleitung wurde der Rundturm gegen weiters Herabfallen von Mauerwerk gesichert. Starke Drahtgitter sind mittels Staffelholz rund um den Turm angebracht worden. Die B3 ist damit wieder ungehindert befahrbar.

In der offiziellen Gemeindemitteilung vom 1. Juli 2013 ist eine ausführliche Stellungnahme von Seiten der Gemeinde Sankt Nikola zu lesen. Hier steht unter anderem:

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OÖN: Rundturm erhaltenswürdig

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Aus den Oberösterreichischen Nachrichten vom 11. Juni 2013 - 00:04 Uhr (Bernhard Leitner)

Wenn ein Kulturgut zur Gefahrenquelle wird

Der 500 Jahre alte Rundturm in Sarmingstein ist es würdig, erhalten zu werden. Darüber besteht bei den Entscheidungsträgern in der Region weithin Einigkeit. Die Frage, die sich stellt, ist vielmehr: Ist er auch erhaltungsfähig? Noch vor einer Woche wurde diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet. Das sieht nun nicht mehr ganz so aus. Wie viele mittelalterliche Bauwerke besteht auch der ehemalige Mautturm im Strudengau aus einem inneren und einem äußeren Mauerwerk. Dazwischen ließe sich der Turm mit einer Betonfüllung stabilisieren. Das ist aber mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden, der weder einem einzelnen Bürger noch einer ohnehin finanziell schwächelnden Landgemeinde aufgebürdet werden kann. In den kommenden Tagen muss Klarheit darüber geschaffen werden, ob der Turm, der im Strudengau auch touristisch eine wesentliche Rolle einnimmt, technisch zu retten ist und was dies kostet.

Initiative Dr. Karl Hohensinner zur Erhaltung des Turmes

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Beitrag von Robert Zinterhof in den Bezirksnachrichten vom 11.6. 2013

Mit einer Wandzeitung an seinem Greiner Haus macht der Historiker Karl Hohensinner auf den Mautturm aufmerksam.

ST. NIKOLA, GREIN. Der Abriss des Mautturms ist noch nicht fixiert. Wie bekannt wurde, ist das einsturzgefährdete historische Gemäuer versichert. Wie weit die Versicherung haftet, wird am Dienstag, 11. Juni, geklärt. Wie Bürgermeister Nikolaus Prinz informiert, gibt es am Dienstag auch ein Gespräch mit der Kulturabteilung des Landes über die weitere Vorgangsweise. Es wurden inzwischen auch Schutzmaßnahmen für die beiden Häuser unterhalb des Mautturmes getroffen. Die B3 ist aber in Sarmingstein weiterhin gesperrt.

Der Historiker Karl Hohensinner weist seit Montag, 10. Juni, auf seinem Haus am Greiner Stadtplatz auf den drohenden Abriss des Mautturms hin. Diese „Wandzeitung“ will der Greiner täglich erweitern.

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Land unter

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Hier fliesst der Sarmingbach in die Donau - Blick von der Terasse des Gasthauses Strudengauhof am 3.6.13 um 18 Uhr.

Ein Unglück kommt selten allein. Erst der teilweise Einsturz des Rundturmes, jetzt das schlimmste Hochwasser seit 1954. 35 cm steht das Wasser auf der Terasse des beliebten Ausflugsgasthauses Strudengauhof. Aber diese Terasse befindet sich etwa 2 Meter über dem Strassenniveau. Die Hochwasserschutzmassnahmen bestanden im Wesentlichen darin, niedrig gelegene Räume dem Wasser zu überlassen. Dadurch könnte der Schaden etwas geringer ausfallen als 2002. Wenn man von der erst kürzlich vorbildlich renovierten Villa Karger absieht. Die steht, gänzlich ohne Schutz, bis zum ersten Stock im Wasser. Ein Bild der Verwüstung zeichnet sich ab. Und eine Frage steht spätestens ab jetzt immer im Raum: Wann kommt das Wasser wieder? Wie hoch wird es dann sein, wenn als Ergebnis dieser Katastrophe der Oberlauf der Donau durch noch mehr Wälle und Dämme eingeengt wird - in St. Georgen und Gusen etwa?

Der Kinderspielplatz in Sarmingstein am 3. 5. 13 um etwa 18 Uhr

(Fotos: Fischnaller)

Hochwasserschutz

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Link: http://www.sarmingstein.at/index.php/aktuell/land-unter

In Sankt Nikola und Sarmingstein blieb bei einigen Häusern buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Der Hochwasserschutz finanzierte zum Teil Abriss und Neubau, Umbau und Ausbau bei manchen Objekten, die vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf geschätzte 11,1 Millionen Euro für 36 Objekte (Stand 2012), das wären durchschnittlich 300 000 Euro pro Objekt. Diese Statistik trügt allerdings, ist doch für das Gemeindeamt alleine schon 2,7 Millionen Euro aus diesem Budget vorgesehen. (Quelle: http://www.wasseraktiv.at/resources/files/2012/10/3/3256/6-prinz-zach-19-9-12.pdf).

Dieser "Objektschutz statt Dämme"  Gedanke hat schon was für sich, wenngleich allgemeine Anlagen, wie Strassen und Plätze dadurch nicht geschützt werden.  Die Häuser, die unter dem Hochwasser gelitten haben, verpflichten sich, die ebenerdig gelegenen Räume minderwertig zu verwenden (Garagen, etc) um sie bei Hochwasser schnell räumen zu können. Dafür kann zum Beispiel das Dachgeschoss ausgebaut werden oder eine Neubau errichtet.

Dem Wasser Platz zu geben, scheint der richtige Ansatz zu sein. Wir leben mit dem Strom und nicht gegen ihn.

Genaue Auflistungen der durchgeführten baulichen Massnahmen liegen leider noch nicht öffentlich vor. Auch die Finanzierung der Bauvorhaben scheint noch etwas unklar zu sein, wie aus Gesprächen mit Betroffenen zu erfahren war.

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