Panorama

von fisch E-Mail

Sarmingstein einst und jetzt. Es ist nicht die Frage, welche Unterschiede es gibt, eher, welche Gemeinsamkeiten noch existieren.

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Festival der Regionen 2019

von fisch E-Mail

Link: http://www.fdr.at

Noch wenige Tage bis zum Einreichschluß von Projekten und Residencies (bis 20. Juni!)

Künstlerinnen und Künstler sowie Akteurinnen und Akteure können bis zum 20. Juni Projektvorschläge aus allen künstlerischen Bereichen und Genres einreichen. Darüber hinaus sollen Residencies die Entwicklung von Projekten vor Ort, in Kooperation mit lokalen StakeholderInnen und BürgerInnen ermöglichen. Vorhaben für ortsspezifische und partizipatorische Arbeiten werden bevorzugt, ebenso Konzepte, die sich mit dem Festival-Thema oder den gesellschaftlichen wie kulturellen Verhältnissen der Region beschäftigten. Willkommen sind KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten Genres, die Interesse an Partizipation und Inklusion haben, sowie ExpertInnen aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Politik und Soziales. Alle Infos zur Ausschreibung finden Sie hier.

Was ist ein Sarmingstein?

von admin E-Mail

Sarmingstein ist ein Ortsteil von Sankt Nikola an der Donau zwischen Grein und Persenbeug, an der östlichen Grenze Oberösterreichs.

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Die Villa Karger

von fisch E-Mail

Link: https://baudenkmaeler.wordpress.com/2014/03/15/villa-karger-sarmingstein-oberosterreich/

Perspectivisches Moment

Die direkt am Nordufer der Donau gelegen Villa Karger bei Sarmingstein wurde in den Jahren 1896-1898 von den Brüdern Josef und Anton Drexler, die zusammen ein Architekturbüro in Wien betrieben, errichtet. Es handelt sich um einen jener typischen Villenbauten der Gründerzeit, deren architektonische Formensprache sich aus einer Mischung von Heimatstil und Deutscher Renaissance zusammensetzt und die durch das Anhäufen von Türm(ch)en, Giebeln und Erkern auf einen malerischen Gesamteindruck hin komponiert sind. Ein Eindruck, der bei der Villa Karger ursprünglich noch stärker gewesen sein muss als heute, zierte den prominenten Eckturm doch einst noch ein spitzer Aufsatz mit Zwiebelhaube und Wetterfahne. Dieser ist nicht nur in alten Fotos noch dokumentiert, sondern auch in einer Planzeichnung, die am 27. März 1896 in der hier schon erwähnten Zeitschrift Der Bautechniker veröffentlicht wurde.

Der Beitrag im Bautechniker enthält auch interessante Details zur Nutzung der Villa: Im Obergeschoß war eine Wohnung für den Hausherrn – einen gewissen Dr. Karger, der 1902 als praktischer Arzt in Sarmingstein genannt ist – eingerichtet, dazu noch eine Gästewohnung. Im Erdgeschoß befanden sich dagegen drei Ferienwohnungen, die zur Vermietung an Sommergäste vorgesehen waren. Abgesehen von diesen praktischen Informationen, ergeht sich der Bautechniker-Bericht aber vor allem darin, die Lage des Baus am Donauufer zu preisen:

„Dieser Punkt hat geradezu eine reizende Lage, und wird von hier der mächtige Donaustrom nach beiden Richtungen auf weite, beinahe unübersehbare Strecken beherrscht. Das hier gebotene perspectivische Moment wird seine Wirkung nie versagen und in seiner Anziehungskraft auf die vorüberfahrenden Fremden stets mächtig einwirken.

Aus diesem Grunde wurde das Gebäude in die landschaftliche Scenerie derart eingefügt, um eine mächtige, malerische Wirkung des Ganzen, die auch nie versagen wird, zu erzielen.“

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Die Geschichte des Schiffmeisterhauses

von fisch E-Mail

„... Seine vierschrötige Standfestigkeit, die wenigen Fenster der Straßenseite, […], das hohe, mit einem mächtigen Schornstein verzierte Schindeldach, […] – all das erinnert an ein gut gefügtes, die Zeiten überdauerndes Bauerngehöft. Diesem Vergleich aber widersprechen das ganz herrschaftlich Geräumige der Fenster, [… ]. Da ist außerdem seitwärts von der Straße das prächtige Tor, das der Zufahrt eines Wiener Palais nachgebildet scheint. So wechselt hier das Bäurische, kräftigen Erdensinn Bezeugende mit dem Anspruch auf Vornehmheit, den wir von den Landschlössern her kennen. Aber beides verfließt ein einer glücklichen Mischung ineinander und dies mach wohl den Zauber dieses Gebäudes aus.“ (Robert Braun, 1938)

Kurz: das Schiffmeisterhaus gibts auch nicht mehr. Es musste zwar keinen Panzern, aber dem Stausee weichen. Alle Proteste der Bevölkerung nutzten nichts.

 

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